Ziel des Insti­tu­tes ist die Ver­brei­tung von pra­xis­re­le­van­tem Wis­sen über den kon­kre­ten Umgang mit Trau­ma, Trau­ma­fol­ge­stö­run­gen und Behand­lungs­mög­lich­kei­ten für Betrof­fe­ne und deren Ange­hö­ri­gen, Behand­le­rIn­nen und Insti­tu­tio­nen.

Ein Schwer­punkt ist die Behand­lung Betrof­fe­ner auf der Grund­la­ge wis­sen­schaft­lich über­prüf­ter Metho­den, sowie Infor­ma­ti­ons­ver­mitt­lung für Ange­hö­ri­ge, Part­ne­rIn­nen und Mit­be­hand­le­rIn­nen.

Ein wei­te­rer Schwer­punkt ist das Trai­ning von Behand­le­rIn­nen zu Hin­ter­grün­den, wis­sen­schaft­lich fun­dier­ten Theo­rien und Metho­den sowie in Dif­fe­ren­ti­al­dia­gnos­tik nach ICD-11 und DSM5, um erfolg­reich the­ra­peu­tisch mit trau­ma­ti­sier­ten Men­schen im Ein­zel­set­ting arbei­ten zu kön­nen.

Ich habe die letz­ten 10 Jah­re nahe­zu aus­schließ­lich Voll­zeit mit trau­ma­ti­sier­ten Men­schen gear­bei­tet, die Erfah­run­gen mit sexu­el­lem Miss­brauch, Ver­ge­wal­ti­gung, Krie­g­er­leb­nis­sen, Fol­ter, kör­per­li­cher und emo­tio­na­ler Gewalt, Über­fäl­len, Unfäl­len, der Ermor­dung oder dem Sui­zid von Ange­hö­ri­gen oder Freun­den, Flucht und Ver­trei­bung, dem Töten ande­rer Men­schen gemacht haben, sowie Men­schen, die Zeu­ge der o.a. Ereig­nis­se gewe­sen sind.

Daher steht bei mei­ner Arbeit immer die Pra­xis, das kon­kre­te Tun im Vor­der­grund. Das gilt sowohl für die The­ra­pie als auch für alle Fort­bil­dun­gen.

Ich erle­be es immer wie­der, das pra­xis­be­zo­ge­nes Wis­sen über wirk­sa­me The­ra­pien fehlt. Und es fehlt oft der Mut sich aktiv mit den trau­ma­ti­schen Erleb­nis­sen aus­ein­an­der­zu­set­zen. Das gilt sowohl für Betrof­fe­ne als auch für Behand­le­rIn­nen. Das ist mensch­lich abso­lut ver­ständ­lich und trotz­dem scha­de, weil dadurch Leid unnö­tig lan­ge anhält und dar­über hin­aus Kos­ten für das Gesund­heits­sys­tem ent­ste­hen, die ver­mie­den wer­den könn­ten.

Ich ver­ste­he mei­ne Arbeit als Bei­trag sowohl Betrof­fe­ne als auch Behand­le­rIn­nen zu befä­hi­gen und damit auch zu ermu­ti­gen sich gemein­sam dem Leid zu stel­len. Mut, Befä­hi­gung und Koope­ra­ti­on sind die Eck­pfei­ler erfolg­rei­cher Trau­ma­the­ra­pie. Dies in allen Facet­ten zu för­dern ist mein Antrieb.

Der prak­ti­sche Umgang mit trau­ma­ti­sier­ten Men­schen hat mich gelehrt, dass Ver­än­de­rung selbst bei schwe­ren Trau­ma­ti­sie­run­gen mög­lich ist. Die­ses Wis­sen möch­te ich tei­len.

Das ist mein Ziel. Dafür arbei­te und leh­re ich.